Manchmal denke ich, dass aus mir villeicht nicht nur ein Mensch werden sollte, weil ich mir so wiedersprüchlich vorkomme. Und manchmal denke ich dass ich noch gar kein ganz fertiger Mensch war, als ich hier ankam.
Es gibt Zeiten, da muss ich jeden Tag Leute sehen und Sachen machen und feiern und mit tausend Menschen kommunizieren. An solchen Tagen fällt es mir schwer das Handy aus der Hand zu legen, mich hinzusetzen und mal gut sein zu lassen. Samstag Abend zu Hause verbringen? Kommt nicht infrage!
Es gibt Zeiten, da hab ich keinerlei soziale Bedürfnisse. N. nennt das meine asozialen Phasen. Er findet es irgendwie fies, dass ich einfach zu Hause bleiben und mich tagelang auf dem Bett lümmeln kann, ohne ein schlechtes Gewissen gegenüber irgendwelchen Freunden oder mir selbst zu haben. Mir geht es einfach zu gut dabei ungeduscht und ungeschminkt nichts zu tun. An solchen Tagen fällt es mir schwer das Handy in die Hand zu nehmen und irgendwem zu antworten.
Es gibt Zeiten, da sprudelt mein Kopf über vor lauter Gedanken für die ich keine Worte finde. Dann laufe ich rum wie ein kopfloses Huhn. Sind die Gedanken gut, habe ich unendlich viel Platz dafür. Sind sie schlecht, sprengen sie fast meinen Kopf und machen mich wahnsinnig. Wenn ich Gefühle nicht in Worte fassen kann malt sich mein Kopf einen Cartoon daraus. Wahrscheinlich, damit ich selbst ersteinmal merke was Sache ist.
Es gibt Zeiten, da denke ich nur das was gedacht werden muss. Nicht weiter und nicht wirklich von alleine. Jedes mal habe ich dann so etwas wie Mitleid und Verständis für all die beschränkten Hohlbirnen, die ich sonst nur fassungslose Verachtung übrig habe, obwohl ich in diesen Zeiten ja kein bisschen besser bin. Und jedes mal bin ich gücklich, wenn mein Kopf wieder Platz für mehr macht.
Manchmal frage ich mich, wieso man so ist, wie man ist und eigentlich ganz anders. Wahrscheinlich kennt man sich selbst nicht besser als alle anderen.
Ich bin die geborene Neverminderin. Alles was nicht klappt ist egal und alles was klappt irgendwie auch. Nur dass ich dabei nicht den Kopf in den Sand stecke sondern fröhlich durchs Leben balanciere.
Mittwoch, 29. Oktober 2014
Mittwoch, 22. Oktober 2014
Augen auf
In dem Buch, das ich zuletzt gelesen habe, geht es um einen Jungen, der Träume befreit. Die Geschichte beginnt damit, dass eine alte Nachbarin ihm ein Mittelchen verabreicht, das ihm die Augen öffnet. Auf einmal sieht er viel mehr, als nur die Menschen an sich. Er sieht, was sie ausmacht.
Sein gutmütiger Lehrer trägt gestutzte Flügel und sein Freund mit Lese-Rechtschreibschwäche hat schwere Hände aus Blei. Seinem Vater klafft eine riesige offene Wunde an der Stelle, an der bei anderen Leuten das Herz sitzt, denn seine Frau kam vor einigen Jahren bei einem Autounfall ums Leben.
Als ich dieses Buch ausgelesen hatte, legte ich es zurück ins Regal und war ein bisschen enttäuscht, dass die Geschichte so unflüssig zu lesen war. Nach ein paar Tagen fing ich an, mir Gedanken darüber zu machen, was die Menschen in meinem Umfeld denn so ausmacht und versucht, die Augen zu öffnen, so wie der Junge aus dem Buch.
Meine Schwester G. ist der gutmütigste Mensch der Welt. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge und wenn sie redet, scheint ihr die Sonne aus den Haaren. Ihr Herz ist bei jedem Satz, den sie sagt, zu sehen und klettert manchmal ganz ungeschützt auf ihrem Kopf herum. Alle Gemeinheiten und anderer Leute schießen wie Pfeile direkt hinein. Wenn ihr Herz zu schwer ist, redet G. nicht viel, denn es liegt schwer auf ihrer Zunge und ruht sich aus.
Mein Freund N. ist oft sehr blind und auf sich selbst fixiert. Er hat Scheuklappen auf. Egal wie er seinen Kopf dreht und wendet, er kann nur geradeaus schauen und glaubt dabei feste, alles im Blick zu haben. Manchmal wünschte ich, er würde sie einfach absetzen. Aber wie soll er sie absetzen, wenn er gar nicht weiß, dass sie da sind?
Mein Vater ist ein Frettchen. Abgelenkt von allem flitzt er durch die Gegend, als wäre der Teufel hinter ihm her. Alles muss fix gehen, damit die nächste Angelegenheit erledigt werden kann. Sein Fell ist schon ganz abgewetzt von der vielen Hetzerei, aber das weiß er ja zum Glück nicht.
Vielleicht hilft es ja, die Augen zu öffnen, wenn auch nur im eigenen Kopf. Vielleicht hilft es ja, alles besser zu verstehen.
Sein gutmütiger Lehrer trägt gestutzte Flügel und sein Freund mit Lese-Rechtschreibschwäche hat schwere Hände aus Blei. Seinem Vater klafft eine riesige offene Wunde an der Stelle, an der bei anderen Leuten das Herz sitzt, denn seine Frau kam vor einigen Jahren bei einem Autounfall ums Leben.
Als ich dieses Buch ausgelesen hatte, legte ich es zurück ins Regal und war ein bisschen enttäuscht, dass die Geschichte so unflüssig zu lesen war. Nach ein paar Tagen fing ich an, mir Gedanken darüber zu machen, was die Menschen in meinem Umfeld denn so ausmacht und versucht, die Augen zu öffnen, so wie der Junge aus dem Buch.
Meine Schwester G. ist der gutmütigste Mensch der Welt. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge und wenn sie redet, scheint ihr die Sonne aus den Haaren. Ihr Herz ist bei jedem Satz, den sie sagt, zu sehen und klettert manchmal ganz ungeschützt auf ihrem Kopf herum. Alle Gemeinheiten und anderer Leute schießen wie Pfeile direkt hinein. Wenn ihr Herz zu schwer ist, redet G. nicht viel, denn es liegt schwer auf ihrer Zunge und ruht sich aus.
Mein Freund N. ist oft sehr blind und auf sich selbst fixiert. Er hat Scheuklappen auf. Egal wie er seinen Kopf dreht und wendet, er kann nur geradeaus schauen und glaubt dabei feste, alles im Blick zu haben. Manchmal wünschte ich, er würde sie einfach absetzen. Aber wie soll er sie absetzen, wenn er gar nicht weiß, dass sie da sind?
Mein Vater ist ein Frettchen. Abgelenkt von allem flitzt er durch die Gegend, als wäre der Teufel hinter ihm her. Alles muss fix gehen, damit die nächste Angelegenheit erledigt werden kann. Sein Fell ist schon ganz abgewetzt von der vielen Hetzerei, aber das weiß er ja zum Glück nicht.
Vielleicht hilft es ja, die Augen zu öffnen, wenn auch nur im eigenen Kopf. Vielleicht hilft es ja, alles besser zu verstehen.
So etwas wie ein Anfang
Wie fängt man einen Blog am besten an? Ich habe keine Ahnung.
Was ich habe sind tausend Ideen und Elebnisse, die aus meinem Kopf herausgelassen werden möchten.
Darum werde ich es wohl mit einem direkten Sprung ins kalte Wasser angehen und schon im nächsten Post ohne große Vorbereitung erzählen, als wäre ich schon jahrelang dabei.
Das hier steht also anstelle einer großen Einleitung und da es niemanden gibt, der mich hier wilkommenheißen kann, tue ich das eben selbst:
Liebe Inken, frohes Schaffen und hoffentlich einen leicheren Kopf, der deine tausend Ideen und Erlebnisse nicht mehr alleine durch die Gegend tragen muss.
Was ich habe sind tausend Ideen und Elebnisse, die aus meinem Kopf herausgelassen werden möchten.
Darum werde ich es wohl mit einem direkten Sprung ins kalte Wasser angehen und schon im nächsten Post ohne große Vorbereitung erzählen, als wäre ich schon jahrelang dabei.
Das hier steht also anstelle einer großen Einleitung und da es niemanden gibt, der mich hier wilkommenheißen kann, tue ich das eben selbst:
Liebe Inken, frohes Schaffen und hoffentlich einen leicheren Kopf, der deine tausend Ideen und Erlebnisse nicht mehr alleine durch die Gegend tragen muss.
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